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Luftaufnahme vom Hauptsitz der Coroplast Group in Wuppertal

Dekarbonisierung

Die Reduktion unserer Treibhausgasemissionen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. In Anlehnung an die Ziele des Pariser Klimaabkommens arbeiten wir daran, einen Maßnahmenplan aufzusetzen, um unsere Emissionen in den Bereichen Scope 1 und 2 schrittweise zu reduzieren und bis spätestens 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

Corporate Carbon Footprint

Die Coroplast Group hat im Jahr 2020 erstmals eine Treibhausgasbilanz (Corporate Carbon Footprint, CCF) nach dem Greenhouse Gas Protocol für die deutschen Standorte erstellt und diese 2022 auf alle internationalen Standorte ausgeweitet. Seitdem werden unsere Emissionen jährlich erfasst und die Ergebnisse dazu genutzt, um Fortschritte zu messen und gezielte Minderungsmaßnahmen abzuleiten.

Seit 2024 werden darüber hinaus auch Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) systematisch erfasst. Dadurch wird eine immer umfassendere Datengrundlage für die Weiterentwicklung unserer Klimastrategie geschaffen.

Unsere Treibhausgasbilanz umfasst sowohl direkte Emissionen aus eigenen Quellen, beispielsweise durch den Einsatz von Brennstoffen in unseren Anlagen und Fahrzeugen (Scope 1), als auch indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie wie Strom oder Fernwärme (Scope 2). Darüber hinaus werden indirekte Emissionen entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, etwa aus eingekauften Materialien, Transporten oder Abfall, berücksichtigt (Scope 3). Die kontinuierlich erweiterte Datengrundlage bildet die Grundlage für die Weiterentwicklung der Klimastrategie sowie die schrittweise Entwicklung weiterer Maßnahmen und Zielsetzungen zur Emissionsminderung.

Sechs Handlungsfelder strukturieren unsere Klimastrategie bis 2030

Bei der Umsetzung der Maßnahmen geht die Coroplast Group nach der Hierarchie „verhindern, vermindern, substituieren, kompensieren“ vor und konzentriert sich bis 2030 auf die folgenden sechs Handlungsfelder:

  • Wir sind dabei, eine erfolgreiche Klimastrategie aufzubauen und umzusetzen. Diese beinhaltet eine jährliche Berechnung des Corporate Carbon Footprint (CCF) sowie die Überprüfung von Projekten und Maßnahmen pro Standort im Rahmen unserer Investitions- und Kostenplanung.

  • Wir arbeiten daran, den Energiebezug aus erneuerbaren Energien an den dafür in Frage kommenden Standorten auszubauen, um das hohe CO2e-Reduzierungspotential von 50% des CCF, bezogen auf 2022, zu nutzen. Allein der deutsche Standort Wittener Straße in Wuppertal konnte durch die Umstellung auf Grünstrom im Jahr 2019 seinen eigenen CO2-Fußabdruck nahezu halbieren.

  • Die Verbesserung der Energieeffizienz ist ein wichtiger Bestandteil unserer Klimastrategie. Deshalb bewerten wir fortlaufend Möglichkeiten zur Reduzierung des Energieverbrauchs an unseren Standorten weltweit. Geeignete Maßnahmen werden auf ihre technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit geprüft und schrittweise in den derzeit entstehenden Reduktionsplan integriert.

  • Wir identifizieren Potentiale zur Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energien und setzen diese nach Bedarf um.

  • Unvermeidbare CO2e-Emissionen wollen wir künftig kompensieren, indem wir Projekte unterstützen, die wir sorgfältig aussuchen und die zu unserem sonstigen Engagement als Familienunternehmen passen (Contribution Claims).

  • Fortschritte bei der Erarbeitung von Zielen für die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette in Scope 3 werden jährlich in unserem Nachhaltigkeitsbericht kommuniziert. Im Jahr 2025 haben wir mit der umfangreichen Erfassung von Scope 3 Daten begonnen. Unser Ziel ist es, die Datenbasis schrittweise zu erweitern und die Datenqualität kontinuierlich zu verbessern.