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Mich begeistert vor allem die Entwicklung der Menschen. Gerade bei Auszubildenden kann man diese Entwicklung sehr deutlich beobachten. Viele kommen direkt von der Schule und haben vorher noch nie in einem Unternehmen gearbeitet. Am Anfang ist alles neu: die Strukturen, die Abläufe, die Zusammenarbeit im Team.
Über die Zeit verändert sich das aber enorm. Die Auszubildenden finden ihren Platz im Unternehmen, entdecken ihre Stärken und entwickeln ein Gefühl dafür, welche Aufgaben ihnen besonders liegen. Am Ende der Ausbildung wissen viele schon sehr genau, welchen Weg sie einschlagen möchten – zum Beispiel im Vertrieb oder in einem anderen Bereich. Diese Entwicklung von Anfang an zu begleiten und ein Teil davon zu sein, finde ich besonders schön.
Persönliche Betreuung ist aus meiner Sicht essenziell für eine erfolgreiche Ausbildung. Menschen lernen besonders gut, wenn sie Orientierung haben – also Vorbilder, an denen sie sich orientieren können, und Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, an die sie sich wenden können.
Deshalb gibt es bei uns in jeder Abteilung sogenannte Ausbildungsbeauftragte. Sie sind feste Ansprechpersonen für die Auszubildenden vor Ort. Zusätzlich stehe ich als übergeordnete Ausbilderin jederzeit zur Verfügung. Mir ist wichtig, dass niemand das Gefühl hat, mit Fragen oder Unsicherheiten allein zu sein. Gerade am Anfang hilft diese Orientierung sehr.
Ja, ich glaube schon. Der Altersunterschied ist geringer als bei manchen anderen Konstellationen, dadurch entsteht oft schneller ein persönlicher Draht auf Augenhöhe. Viele Situationen, die die Auszubildenden gerade erleben, kenne ich ja selbst noch gut.
Ich weiß zum Beispiel noch genau, wie sich mein Einstieg bei der Coroplast Group anfühlte. Wie ich mich orientieren und verstehen musste, wer für was zuständig ist. Diese Erfahrung hilft mir heute sehr dabei, mich in die Situation der Auszubildenden hineinzuversetzen.
Für mich bedeutet das vor allem Vertrauen. Jeder Auszubildende ist ein individueller Mensch mit eigenen Stärken, Herausforderungen und manchmal auch privaten Themen, die eine Rolle spielen können.
Mir ist wichtig, dass die Azubis wissen, dass sie jederzeit offen auf mich zukommen können. Wenn etwas nicht gut läuft – sei es in der Abteilung, in der Berufsschule oder im persönlichen Umfeld – sprechen wir darüber und suchen gemeinsam nach Lösungen. Es geht mir also nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger zu reagieren, sondern Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Diese Vertrauensbasis ist für mich die Grundlage einer guten Ausbildung.
Der Prozess startet ganz klassisch über unsere Karriereseite. Dort bewerben sich die Interessierten auf die Ausbildungsstelle. Anschließend gibt es ein virtuelles Kennenlernen mit unserer Recruiterin Laura Kreis, die speziell für das Ausbildungsrecruiting zuständig ist. Danach folgt ein Online-Test, in dem es unter anderem um Themen wie Motivation und Ausbildungsreife geht. Wenn dieser Schritt erfolgreich bestanden ist, laden wir die Personen zu einem persönlichen Kennenlernen ein. An diesem Gespräch nehme auch ich als Ausbilderin teil.
Für mich steht die persönliche Haltung im Vordergrund. Fachwissen erwarten wir an dieser Stelle noch gar nicht, schließlich geht es um eine Ausbildung. Wichtiger ist, wie neugierig jemand ist – also wie bereit, Neues zu lernen. Außerdem achte ich auf Eigenschaften wie Offenheit, Motivation und auch ein gewisses Maß an Mut. Zum Beispiel den Mut, Dinge zu hinterfragen oder eigene Gedanken einzubringen.
Zunächst einmal versuche ich, die Situation etwas zu entspannen. Für viele ist ein solches Gespräch eine ganz neue Erfahrung. Deshalb spreche ich das oft auch offen an und sage, dass ich diese Situation selbst noch gut kenne. Häufig beginne ich damit, erst einmal etwas über mich und das Unternehmen zu erzählen. So stehen die Bewerberinnen und Bewerber nicht sofort im Mittelpunkt. Das hilft vielen dabei, sich zu sammeln und etwas ruhiger zu werden. Mir ist wichtig, dass wir ein Gespräch führen und keine Prüfungssituation schaffen.
Unsere Azubis durchlaufen während der zweieinhalbjährigen Ausbildung verschiedene Abteilungen im Unternehmen. Dazu gehören unter anderem Einkauf, HR, Marketing, Vertrieb, Arbeitsvorbereitung und Finance. Die Einsätze dauern in der Regel zwischen acht und zwölf Wochen. So bekommen sie einen umfassenden Einblick in die unterschiedlichen Unternehmensprozesse. Da wir mehrere Geschäftsbereiche haben, lernen sie dabei auch verschiedene Teams und Strukturen innerhalb der Coroplast Group kennen.
Für uns bedeutet Praxisnähe vor allem, dass Auszubildende von Anfang an aktiv mitarbeiten. Sie übernehmen – natürlich angepasst an ihren Wissensstand – Aufgaben, die echten Mehrwert für das Tagesgeschäft haben. Das heißt zum Beispiel, bei Gesprächen mit Lieferanten oder Kunden dabei zu sein oder an Projekten mitzuarbeiten. Uns ist wichtig, dass die Auszubildenden nicht nur zuschauen, sondern selbst Erfahrungen sammeln. Denn man lernt Dinge am besten, wenn man sie wirklich tut.
Mir ist wichtig, dass die Azubis wissen, dass sie jederzeit offen auf mich zukommen können.
Ja, und Fehler gehören unbedingt dazu. Aus meiner Sicht lernt man aus Fehlern sogar am meisten. Wenn man etwas ausprobiert und merkt, dass es nicht funktioniert hat, versteht man oft viel besser, warum bestimmte Dinge so gemacht werden, wie sie gemacht werden.
Deshalb ist es mir wichtig, dass Auszubildende keine Angst davor haben, Fehler zu machen. Natürlich sollte man daraus lernen, aber Fehler sind ein normaler Teil des Lernprozesses. Sie helfen uns, besser zu werden und Dinge beim nächsten Mal anders zu machen.
Ja, die gibt es. Wenn wir merken, dass jemand ein besonderes Interesse für einen bestimmten Bereich entwickelt, können wir das in der Planung der Einsätze berücksichtigen.
Zusätzlich haben wir bei der Coroplast Group eine sogenannte Azubi-Lernreise. Dabei nehmen alle Auszubildenden regelmäßig an Workshops teil, die über die klassischen Ausbildungsinhalte hinausgehen. Diese finden etwa alle drei Monate statt und beschäftigen sich zum Beispiel mit Themen wie Zielsetzung, Motivation oder Lernmethoden. So können sie auch ihre methodischen und persönlichen Kompetenzen weiterentwickeln.
Bei der Coroplast Group wird mindestens ein Fachabitur benötigt, da die Ausbildung dort nur 2,5 statt 3 Jahre dauert.
In den einzelnen Stationen arbeiten die Azubis zwischen zwei und drei Monaten. Bei einigen Abteilungen, wie beispielsweise im Labor, sind auch Kurzeinsätze von ein bis drei Wochen denkbar.
Über unser Stellenportal. Zur Bewerbung gehört ein Lebenslauf, das aktuelle Zeugnis sowie ein kurzes Anschreiben.
Grundsätzlich bilden wir aus, weil wir unsere Auszubildenden gerne im Unternehmen behalten möchten. Sie kennen nach der Ausbildung unsere Prozesse und Strukturen sehr gut und sind daher eine wichtige Grundlage für unsere zukünftige Fachkräfteentwicklung.
Eine Übernahme können wir zwar nicht garantieren, aber wir versuchen immer, gemeinsam eine Perspektive zu finden.
Ich würde mir selbst raten, etwas entspannter zu sein und mir weniger Druck zu machen. Gerade am Anfang hat man oft das Gefühl, alles sofort perfekt machen zu müssen.
Dabei erwartet niemand, dass man von Anfang an alles weiß oder kann. Wichtig ist, neugierig zu bleiben, Dinge auszuprobieren und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Vieles ergibt sich mit der Zeit – und jeder sammelt seine Erfahrungen Schritt für Schritt.