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Chemiker und Kommunikator

Der Wirtschaftschemiker Felix Pfemeter hätte nie gedacht, sich im Berufsalltag einmal mit Litzen und Leitungen zu befassen. Doch heute hält er bei Coroflex vieles am Laufen: Zwar hat der 27-jährige den weißen Laborkittel schon lange abgelegt, aber er gestaltet als Globaler Entwicklungsleiter Materialentwicklung und Testlabore die Prozesse und Produkte von Coroflex weltweit – und das mit großer Leidenschaft.

Geboren im bayerischen Lauingen an der Donau zog er mit seinen Eltern schon bald ins Emsland in Niedersachsen. Zum Studium ging es dann an die Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, wo er als Bachelor und Master of Science in Wirtschaftschemie abschloss. Als 2016 das Praktikum anstand, suchte er gezielt bei Mittelständlern in der Region, und da war Wuppertal ganz in der Nähe. Initiativ bewarb er sich bei Coroflex. Warum kein großer Konzern zum Einstieg? „Kabel und Leitungen sind doch viel spannender – gerade auch mit Blick auf Themen wie Elektromobilität – als etwa Waschmittel so zu optimieren, damit sie Flecken noch schneller entfernen“, erklärte er beim Vorstellungsgespräch.

Vom Praktikanten zum Globalen Entwicklungsleiter

Während seines Praktikums bei Coroflex absolvierte er seine Masterarbeit, bildete sich später an der Fern-Uni Hagen weiter zum Certified Controlling Specialist. Schon bald nach seinem Einstieg bei Coroflex wurde er Gruppenleiter, seit Mai 2021 steuert er nun als Globaler Entwicklungsleiter die Materialentwicklung und Testlabore. In nur fünf Jahren eine recht steile Karriere für den jungen Mitarbeiter. „Ich war gut vorbereitet, aber auch zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, es braucht immer ein Quäntchen Glück. Und: ich hatte auch gute Chefs, dir mir viel Freiräume und Vertrauen entgegengebrachten. Das hilft sehr.“ Die gegenseitige Unterstützung im Team schätzt er bis heute.

Bei Coroflex macht es mir sehr viel Spaß. Hier kann man die Dinge voranbringen. Diese Gestaltungsmöglichkeiten habe ich von Anfang an sehr genossen. Ich habe mir ein Netzwerk aufgebaut und wir lösen Probleme gemeinsam.

Felix Pfemeter | Global Head of R&D Wires & Cables, Material Development and Test Laboratories

Lieber Brandherde vermeiden als Brände löschen

In der Entwicklungsabteilung gibt es eine Doppelspitze: Sein Kollege Oliver Brambach ist für die Applikationsentwicklung zuständig. Hier wird festgelegt, wie das Kabel in seinem Gesamtdesign aufgebaut ist. Felix Pfemeters zentrales Aufgabengebiet hingegen ist das Material selbst, er kümmert sich um die Ressourcen. „Hier geht es um die Chemie, also um die Frage, welcher Werkstoff, welches Isolationsmaterial ist für ein Produkt geeignet.“ Hierbei unterstützen ihn seine Materialentwickler und Werkstoffprüfer. Und der Chef ist zur Stelle, wenn es brennt, also zum Beispiel bei fehlerhaftem Material oder bei Reklamationen. Im Krisenfall setzt er auf einen daten- und faktenorientierte Ansatz, weshalb ihm strukturierte Innovations- und Entwicklungsprozesse sehr wichtig sind. Denn es macht ihm Spaß, Probleme zu lösen. Nur Fehler zu wiederholen, das stört ihn. Deshalb hilft ihm ein inzwischen gut funktionierender Innovationsprozess, auf Basis des Stage-Gate-Modells, denn sein zentrales Ziel ist: „Ich möchte Brandherde eher vermeiden, als einen Brand löschen.“

Der Kommunikator und die Kreativen

Besonders wichtig: Der Innovationsprozess muss von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angenommen und gelebt werden. Das erfordert Überzeugungsarbeit. „Die Kollegen müssen den Sinn eines Prozesses erkennen und Einfluss darauf nehmen können. Das klappt hier gut, hilft den Kollegen und wirkt sich auf das Ergebnis aus.“ Doch genau da kommt ihm sein Kommunkationstalent zu Gute, denn er hat zwar auch Chemie studiert, ist aber nicht „der klassische Tüftler“, wie er sagt. „Natürlich bin ich technisch viel gefragt, aber oft bin ich derjenige, der die Dinge am Laufen hält. Kreativ ist in erster Linie mein Team: dort entstehen die Ideen. Ich sorge dafür, dass die Ziele realistisch sind, die Mitarbeiter gut arbeiten können und unterstütze dann in kritischen Situationen.“

Networking in China, Polen und Wuppertal

Sein Team „Labor und Materialentwicklung“ besteht aus insgesamt elf Mitarbeitern, darunter Werkstudenten, auch ein Coroplastler in Rente trägt mit seiner Expertise zum Erfolg bei. Einmal pro Woche ist das 45 Minuten-Meeting fester Termin. Die Abteilung fungiert auch als Ansprechpartner für technische Probleme aller Art. Da ist es gut, dass man sich austauschen und fragen kann: „Woran liegt es, habt ihr eine Ahnung?“. Auch am polnischen und chinesischen Coroflex-Standort gibt es Entwicklungsteams und Labore, die fachlich dem Headquarter zugeordnet. „Wir in Wuppertal geben die Richtung vor, die Kollegen wir Ort unterstützen dann z.B. beim Produkttransfer.“ Die internationale Zusammenarbeit mit den Kollegen macht Felix Pfemeter viel Spaß. Gern erinnert er sich an die erste Zeit seiner Festanstellung: „Ich war gleich fünfmal in China, wir haben die Silikon-Produktion mit den lokalen Lieferanten aufgebaut, das war eine coole Zeit“, schwärmt er.