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Nachgefragt bei unserem Ausbilder Sascha Toth Wissenswertes über den Ausbildungsberuf „Elektroniker/in für Automatisierungstechnik“

Über 100 Kilometer legt Sascha Toth jeden Tag zurück, um von seinem Wohnort in der Nähe Dortmund zu seinem Arbeitsplatz in Wuppertal zu kommen. Doch für den Leiter des Bereichs Instandhaltung bei Coroflex ist das keine vergeudete Zeit, da er gerne in einem zukunftsorientierten, verantwortungsvollen Aufgabengebiet arbeitet – zudem freut er sich seine Auszubildenden im Bereich Automatisierungstechnik zu unterstützen. Warum das so ist, was es mit diesem Ausbildungsgang auf sich hat und was Bewerber mitbringen sollten, das verrät er in diesem Interview.

Herr Toth, was genau macht ein Elektroniker für Automatisierungstechnik?

Automatisierungstechniker entwickeln Steuerungen für komplexe, automatisierte Maschinen. Sie programmieren also Steuerkomponenten – entweder, um vorhandene Funktionen zu verbessern oder auch um völlig neue Funktionen hinzuzufügen, oder zu optimieren. Generell stellt der Beruf relativ hohe Anforderungen: Man sollte über gute mathematische Kenntnisse verfügen sowie gut in Physik sein, denn einzelne Anlagen bei uns verfügen gerne mal über 200 oder 300 Baugruppen. Der Schwerpunkt der Berufsausbildung liegt also im Schreiben von Software sowie in der Fehlersuche im Programm. Automatisierer arbeiten deshalb vorwiegend am Rechner, aber eben auch – zwar zu einem deutlich geringeren Teil – an der Hardware, unseren Maschinen.

Das Team von Sascha Toth besteht aus 16 Kollegen inklusive drei Azubis.

Das klingt nach einer recht verantwortungsvollen und gleichzeitig vielseitigen Aufgabe, richtig?

Ja richtig, die Aufgabe ist verantwortungsvoll, weil letztlich die gesamte Produktion bzw. deren Output davon abhängt, was der Automatisierer programmiert. Und vielseitig ist sie auch, weil Theorie mit der Praxis in Verbindung gebracht wird. Generell ist Elektrotechnik ja abstrakt und im Gegensatz zu mechanischen Bauteilen kann man Strom und Daten nicht anfassen. Wer den Beruf erlernen möchte, der sollte also technikaffin, belastbar, konzentriert und auch teamfähig sein.

Wie läuft die Ausbildung bei Coroflex ab?

Das erste Lehrjahr verbringen die jungen Leute am Berufsbildungszentrum in Remscheid. Dort bekommen sie eine umfassende Ausbildung in den Grundlagen der Mechanik, also feilen, bohren, Gewinde schneiden etc. Dazu dann die Grundlagen der Pneumatik und Elektrotechnik. Dieses Grundlagenwissen bringen Sie dann ab dem zweiten Lehrjahr bei uns im Betrieb ein. Das heißt, sie arbeiten mit unseren Fachkräften direkt an den Maschinen, erleben so den Arbeitsalltag hautnah mit und lernen alles über die Anlagen. Das ist sehr wichtig, damit sie auch wissen, wofür sie programmieren. Unsere Azubis sammeln also in ihrer insgesamt 3,5-jährigen Ausbildung schon 2,5 Jahre praktische Berufserfahrung. Das ist eine hervorragende Startvoraussetzung für die Übernahme im Betrieb, denn sie kennen dann die Anlagen bis ins letzte Detail. Sie verbringen in dieser Zeit keine Sekunde mit fiktiven Projekten in einer Lehrwerkstatt.

Azubis bekommen konkrete Aufgaben, für die sie die Software schreiben oder ändern sowie an der Hardware arbeiten. Eben genau das, was auch später den Berufsalltag prägt.

Wir stehen in engem und regelmäßigem Austausch mit den Schulen. Denn gutes Theoriewissen ist wichtig. Bei uns im Unternehmen bringen wir dann Theorie und Praxis zusammen. Wir fordern und fördern unsere Azubis dabei individuell, damit sich alle optimal entwickeln können.

Sascha Toth | Leiter Instandhaltung und Ausbilder bei Coroflex

Die drei wichtigsten Tipps zur Ausbildung: Diese Eigenschaften und Fähigkeiten solltet ihr mitbringen, um in die engere Auswahl zu kommen.

  • Wir suchen gut ausgebildete und motivierte Schulabgänger, die abstrakt denken können und wollen und sich gleichzeitig nicht davor scheuen, mit den Händen zu arbeiten. Sehr gerne mit Abitur sollten die Bewerber ein Faible für Mathematik und Physik mitbringen und bestenfalls auch erste Erfahrungen im Programmieren gemacht haben. Technisches Interesse, Begeisterung für Computer und neue Medien sind hilfreich.

  • Eine Anlage zu programmieren, ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die oftmals monatelang dauert – und auch immer wieder in Sackgassen führt. Deshalb ist es wichtig, dass man konsequent und manchmal auch hartnäckig sein Ziel verfolgt. Daneben schreitet die Digitalisierung extrem schnell voran und man muss willens sein, diese Entwicklung aktiv zu verfolgen, um uptodate zu sein.

  • Die Programmiersprache – und auch die Sprache in einem internationalen Familienunternehmen wie Coroflex – ist Englisch. Deshalb sollte ein gutes englisches Vokabular vorhanden sein.

Sascha Toth rät den jungen Leuten, dass sie sich schon vor der Bewerbung aktiv mit der Ausbildung beschäftigen, z.B. über die „Agentur für Arbeit“ oder Schnupperpraktika.

Was macht die Ausbildung bei Coroflex besonders?

Generell sind Fachkräfte im Bereich Automatisierung sehr gesucht. Was uns hier sicherlich auszeichnet ist, dass wir in Wuppertal über eine sehr moderne Produktion verfügen, wir unsere Maschinen ständig optimieren und an die der digitale Welt anpassen. Die Steuerungen werden also immer komplexer. Wir verfügen über einen umfassenden Maschinenpark zur Kabel- und Leitungsproduktion am Standort, haben aber auch noch ein paar ältere Anlagen im Einsatz. Das bietet den Auszubildenden einen guten Vergleich über die dynamische Entwicklung von der Mechanik hin zur vollautomatisierten Produktion. Am Ende ihrer Ausbildung verfügen unsere Automatisierer über umfassendes Wissen und sind äußerst vielseitig und flexibel einsetzbar – in allen möglichen Industrien. Aber natürlich bilden wir unseren Nachwusch aus, um ihn zu behalten. Und da die Azubis bei uns mit allen Produktionsbereichen in Berührung kommen, können sie sich im Laufe ihrer Ausbildung auch darüber klar werden, welche Bereiche ihnen am meisten Spaß machen.

Ich bin für meine Auszubildenden immer ansprechbar und motiviere sie immer dazu, ihr Wissen zu erweitern.

Sascha Toth | Leiter Instandhaltung und Ausbilder bei Coroflex

Und zuletzt noch eine persönliche Frage: Warum engagieren Sie sich als Ausbilder bei Coroplast Tape?

Ich bin jetzt seit fast 30 Jahren im Beruf. Da hat sich eine Menge entwickelt. Ich finde es einfach schön, meine Erfahrung mit Jugendlichen zu teilen – und ich habe das Gefühl, dass es die Jugendlichen weiterbringt. Ich freue mich einfach, motivierten jungen Menschen eine fundierte Ausbildung anbieten zu können und sie idealerweise im Unternehmen zu halten. Aber selbst wenn nicht, dann will ich meinen Azubis die besten Voraussetzungen für ihren Berufsweg geben. Und ganz abgesehen davon: Auch ich lerne viel vom lebendigen Austausch mit meinen Azubis. Auch ich lerne so ständig neue Dinge hinzu. Denn eines dürfen Sie nicht vergessen: die Ausbildung, die ich heute ausbilde, gab es zu der Zeit, als ich ausgebildet wurde, überhaupt nicht.

Der 45-jährige Sascha Toth arbeitet seit zwei Jahren bei Coroflex und schätzt die Freiheiten, die ihm das Unternehmen bei der Führung seiner Abteilung.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Toth!

IHR ANSPRECHPARTNER Karriere – Schüler, Studierende und Absolventen

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HR Specialist Apprentices, Students & Trainees

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